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Archiv 2004



Breakdown

Eines der schwersten Wochenenden seit Gründung unseres Teams liegt hinter uns. Der beste und wichtigste Fakt an dieser Tatsache ist immer noch, dass es uns gesundheitlich gut geht. Ansonsten haben wir auf den bayrischen Straßen fast alles zurückgelassen, was wir in diese Himmelsrichtung mitnahmen. Aber der Reihe nach. Nach Erhalt der Besichtigungsunterlagen ereilte uns das erste Unheil. Unser Trainingsauto gab von einer Sekunde auf die Andere den regulären Dienst auf. Aufgrund der zeitlichen Festsetzung des Recce, konnten wir auch nicht gleich reparieren und so kam das Fahrzeug meiner Schwester zu der zweifelhaften Ehre uns über die Strecken zu tragen. Nochmals vielen, vielen Dank, obwohl das nicht das letzte Mal an diesem Wochenende war, an dem wir Hilfe benötigten. Kurz nach Abschluß der Einführungsrunde, die uns wirklich geile Strecken gezeigt hat, erhielten wir die zweite deprimierende Nachricht. Die Crew war mit dem Servicewagen aufgrund einer defekten Dieselpumpe ca. 60 km vor dem Rallyezentrum liegen geblieben. Alle Reperaturversuche schlugen fehl und so blieb uns, um die vorgeschriebene Zeit zu halten, nur den restlichen Weg per Achse zurück zu legen. Nachdem wir die Abnahmen hinter uns gebracht hatten, schlug die Stunde des ADAC. Service-Bus abschleppen, Leihauto versorgen, umladen der nötigsten Materialien auf das mittlerweile reparierte Trainingsauto und das Leihfahrzeug. Als wir nachts um eins ins Bett fielen, waren wir für das Wochenende mit Schwierigkeiten eigentlich bedient. Doch das Schicksal hatte noch einige Nachschläge für uns parat. Zunächst zum sportlichen Teil: Nachdem man sich mit der Konkurrenz bekannt gemacht hatte, starteten wir in die erste WP, nach einem Kilometer Fahrt brach eine Schraube im Schaltgestänge und wir konnten somit auf der 7-Kilometer WP nur noch auf die Dienste des 3.Ganges vertrauen. Auf der Verbindungsetappe reparierten wir den Schaden mit einem Spanngurt notdürftig und hatten auf dem folgenden 20-km-Rundkurs wenigstens die Gänge 3 und 4 zur Verfügung. Wir mogelten uns so gut es ging über die Zweieinhalb Runden und konnten aufgrund eines Ausrutschers des letzten verbliebenen Klassenkonkurrenten sogar eine Bestzeit verbuchen. Unser Service-Team machte einen Top-Job und wir bekamen den Trabi nach 20 Minuten Reparatur in gewohnter Kampfstärke zurück. Die 3. WP verlief dementsprechend erfolgreich und wir übernahmen mit der zweiten Bestzeit die Führung. Der zweite Durchgang des 20 km- Happens begann auch sehr Erfolg versprechend, abgesehen von einem kleinen Dreher, der aber zu verschmerzen war. Doch in der Auslaufrunde hatten wir uns in einer Linkskurve etwas zu weit ans Limit herangetastet und rodeten auf gut 30 Meter mächtig viel Mais. Zur Bezahlung des Bauern hinterließen wir Spiegel und Blinker auf dem Acker, mussten uns aber ab da mit dem berühmten „Spinnennetz" in der geborstenen Windschutzscheibe um den Kurs tasten. Da blieb ein weiterer Ausritt nicht aus und wir probierten uns als Stuntmen, in dem wir uns wagemutig einen 7-Meter Abhang hinunter stürzten. Zum Glück war der Hang nicht bewachsen und sah einem Schanzenauslauf ähnlich, was uns sanft landen ließ. Viel Platz zum Umkehren hatten wir auch und so waren wir nach 15 Sekunden wieder auf der Piste. Hatte ich schon erwähnt, dass wir nur das Nötigste in unseren Behelfsservice packten? Nun die Ersatzwindschutzscheibe gehörte nicht dazu und so hatte unsere Crew ihre eigene WP zu bewältigen, um die jetzt dringend benötigte Scheibe aus dem abgeschleppten Bus zu holen. Der Sammelplatz des ADAC war aber nicht sehr weit weg und unsere schnellen Jungs noch vor uns am Serviceplatz. Wieder klappte die Reparatur in einer Superzeit und wir bedankten uns mit einer weiteren Bestzeit auf WP 5, die sogar die 11. Gesamtzeit ausmachte. Mit 57 Sekunden Vorsprung gingen wir in den anspruchsvollen 30-Kilometer-Rundkurs „Minsinger Mühle". Die Strecke ist wirklich nicht von schlechten Eltern gewesen und machte einem das langsam fahren schwer. Flüssige, ultraschnelle Bergab-Passagen wechselten sich mit engen Wirtschaftswegen und Ortsdurchfahrten ab. Man konnte sich richtig in einen Rausch fahren. Dies taten wir auch und rauschten noch in der ersten Runde nach einem zu spät gesetzten Bremspunkt mit wehenden Fahnen in einen Wassergraben. Wir hatten eigentlich unseren Ausfall schon angenommen und kletterten aus unserem Geschoß. Einzig die wirklich enthusiastischen bayrischen Rallyefans erkannten durch das Schilf noch die volle Einsatzfähigkeit des Trabis. Mit Feuereifer zogen und hoben sie den Grünen aus seinem nassen Bett und wir setzten mit einer Mischung aus Dankbarkeit und Überraschung im Blut unsere Fahrt fort. An Alle, die sich jetzt vielleicht auf diese Seite verirrt haben und dabei waren ein Riesen Lob und Tausend Dank für den Einsatz! Damit hatten wir nicht gerechnet! Doch unsere Hatz war schon wenige Kilometer später endgültig vorbei. Wir unterschätzten beim Schrieb erstellen eine lange Linkskurve, was sich beim reellen Befahren derselben rächte. Wir waren zu früh innen und wurden nach außen getragen, landeten in einem tiefen Seitengraben, das Auto wurde ausgehebelt und wir drehten uns in bester Freestyle MX-Haltung einmal in der Luft, ehe wir mit der Hinterachse im Erdreich einschlugen. Das nahm uns der hintere linke Achsstumpf im wahrsten Sinne des Wortes krumm und unsere Rallye war beendet. Schade auch für unser Service-Team, die diesmal wirklich keine ruhige Minute hatten und doch eine einwandfreie Leistung gezeigt hat. Unser Leidensweg sollte aber noch weitergehen. Nachdem wir den Trabi geborgen hatten und auf dem Weg in die Pension waren, wurden wir auf der Autobahn in einen Unfall verwickelt. Das Trainings- und Zugfahrzeug landete in der Leitplanke, wobei der Trailer samt Trabi darauf nunmehr quer auf der Fahrbahn stand. Leider nicht lange, denn ein weiterer Unglücklicher nahm den Hänger samt Grünen volle Breitseite und gab dem Gespann den Rest. Vom HJ-Rallyeteam-Hänger ist nicht mehr viel übrig, der Trabi (der vorher noch gut aussah) ist jetzt rundum demoliert, und wir brachten das Kunststück fertig, alles was wir an Fahrzeugen mit nach Bayern nahmen, dort zurück lassen zu müssen. Da dürfte ein kompletter ADAC-Lastzug nur aus unseren Überbleibseln zusammenkommen. Bezeichnend war die Situation nach dem Unfall, als eigentlich alles was uns in der Freizeit bewegt hat, in Trümmern auf dem Asphalt verteilt war. Trotz aller Trauer und Wut sind wir dennoch glücklich, keinen gesundheitlichen Schaden genommen zu haben. Der seelische Schmerz reicht aber allemal.

Das war also der unglücklichste und für uns härteste Saisonabschluß der Neuzeit. Uns bleibt nur noch, Allen zu danken, die uns so treu unterstützt haben. Hat uns immer Spaß gemacht für euch zu fahren. See you!

 

Rundstreckenfeeling im Erzgebirge04.10.2004
Die Starterliste der 1300er Klasse der Rallye Erzgebirge ließ auf spannende Kämpfe um die Spitzenposition hoffen. Mit Jürgen Haug und seinem Polo-Extrem war hier auch ein Kandidat am Start, mit dem wir uns bisher noch nicht messen konnten. Aufgund unseres Ausfalles vom Vorjahr hatten wir uns diesmal besser vorbereitet und einen detaillierten Nachtschrieb zusammengestellt. Wir setzten in WP 1 auch gleich mal eine Duftmarke in Form einer Bestzeit und gingen mit 5 Sekunden in Führung. Auf WP 2 lief es dann nicht ganz so gut. Kurz nach Ende der ersten Runde zog es uns an einem Bordstein den Reifen von der Felge und wir hetzten 1,5 Runden mit einem Platten um die Häuser. Einen Dreher später hatte uns Jürgen Kayser mit seinem Tscheche (Ich meine nicht Jens!) mal eben 21 Sekunden auf das Dach gepackt. So gingen wir mit einem eigentlich normalen Zwischenergebnis ins Bett. Am nächsten Morgen geigte David dann richtig auf und der erste von insgesamt 7! Überholvorgängen musste vollbracht werden. Vielen Dank an die Haugs und Beiers, die immer super Platz gemacht haben, wenn es im Rückspiegel grün wurde. Nicht so viel Platz gemacht hatte man Kayser/Roth. In Neuamerika aufgehalten büssten sie auf uns schon 10 Sekunden ein. Während wir vor der WP 5 einen schadhaften Vorderreifen wechselten, begann es dann auch noch zu regnen. Wir wechselten schnell noch die geschnittenen Pneus von der Hinter- auf die Vorderachse und David konnte sich auf seinem Lieblingsgeläuf austoben. 17 Sekunden Vorsprung im ersten Service waren das Ergebnis dieser kontrollierten Offensive. Wir fuhren unseren Rhythmus weiter und bis auf einen herausgerutschten Auspuff liefen die nächsten WP’s planmäßig. Nachdem wir von unseren Clubkameraden gewarnt auf WP 10 eine etwas gemäßigtere Gangart einlegten, kam dem Eisenacher Skoda auf WP 11 ein Bordstein zu nahe und Jürgen musste seinen Vorwärtsdrang aufgrund fehlender Bremsscheibe und schwächelndem Radlager etwas drosseln. Für uns war somit der Weg frei zum ersten Klassensieg im Erzgebirge. So siegte diesmal Trabant vor Skoda und wir durften uns nebenher noch über den 7.Rang im Gruppe-H-Cup freuen. Vielen Dank an die vielen fleißigen Hände, die uns wieder einmal unterstützt haben. Angefangen bei unseren tapferen Serviceleuten, (die diesmal ganz ohne Limo angereist waren) den Mechanikern von Schmack Motorsport und Tröger Fahrzeugtechnik bis hin zur „Event-Crew“, die uns bei Wind und Wetter lautstark angetrieben haben. Auf jeden Fall auch wegen der vielen Fans an der Strecke war es wieder eine unvergessliche Rallye Erzgebirge. Als nächsten und voraussichtlich letzten Lauf in diesem Jahr haben wir uns die 3-Städte-Rallye im bayrischen Ausland ausgesucht. Mal schauen, ob man dort mit unserem Wägelchen etwas anfangen kann ;-)
 

Jeder an seinen Platz15.09.2004
Wie ihr bestimmt gemerkt habt, sind David und Kevin bei der Castrol-Rallye getrennte Wege gegangen. Während Kevin wieder einmal Gast-Beifahrer von Aaron Burkart war, konnte David seine Fähigkeiten auf der für ihn ungewohnten Beifahrerseite des Fiat Chiquento von Maik Großmann testen. Obwohl David der Einsatz als Co Spaß gemacht hat, ist ihm der Platz am Steuer seines 1.1er Trabis lieber. Das nächste Mal in Aktion könnt ihr ihn dann zur Rallye Erzgebirge erleben, wo er wieder auf die Ansage von Kevin vertraut. Das die Beiden wohl keine so guten Erinnerungen an ihren letzten Ausflug ins Jahnsdorfer Land haben, dürfte bekannt sein. Gerade deshalb sollte dieses Jahr das Motto „Ankommen“ ganz groß auf ihren Fahnen stehen. Der sich bei der Wartburg-Rallye andeutende Kupplungsdefekt konnte durch den Tausch derselben umgangen werden. Der „Grüne“ steht nun wieder frisch geputzt in der Garage und erwartet seinen Einsatz. Ob dies sein letzter Start wird steht noch nicht fest, denn seitens des Teams wird überlegt, evtl. die neue 3-Städte-Rallye als Abschluß unter die Räder zu nehmen. Diese Entscheidung werden wir aber erst nach der Erzgebirge treffen.
Bis dann, man sieht sich in Hohenstein-Ernstthal.

 

Adrenalin kontra Hitzewallung10.08.2004
Wieder einmal haben sich die Strecken rund um die Wartburgstadt als gutes Pflaster für unseren Trabi erwiesen. Als wir am Samstagfrüh zum Start der Rallye rollten,wussten wir , dass wir vom ersten Meter an Vollgas fahren müssen, um dem um neun Kilo leichter gewordenen Skoda von Jürgen und Jens Paroli bieten zu können.Dies setzte David auch konsequent um und fuhr bis WP 4 immer eine Quäntchen schneller als Jürgen. Dann folgte ein Gleichstand und in WP 5. Ob dieser Tatsache frisch motiviert hämmerte er uns auf der „Waldhaus-WP“ gleich mal drei Sekunden ins Heck, und der Abstand schmolz auf magere zwei Sekündchen. Doch leider folgte in der folgenden WP ein Defekt am tschechischen Schaltgestänge und unser Vorsprung wuchs wieder auf 28 Sekunden. Auch nach einer Reparatur konnten die Eisenacher die Rallye nicht problemlos fortsetzen. Immer wieder hakelte das Getriebe und machte so eine Aufholjagd unmöglich. Wir lauschten unterdessen mit gespitzten Ohren in Richtung Kupplung. Schon auf WP 3 machte sie durch hörbares Rutschen auf sich aufmerksam. Wir agierten fortan mit langsameren Schaltvorgängen und sparten uns hier und da auch mal einen Gangwechsel, was uns auf den längeren WP’s sicher etwas Zeit kostete. Nachdem wir die Abstände zu unseren Mitstartern überschlagen hatten und uns unserer „natürlichen Konkurrenz“ beraubt sahen, beschlossen wir trotzdem weiter unseren Rhythmus beizubehalten und nicht zu bummeln. Die Vergangenheit hat ja schon gezeigt, dass das „langsam-ins-Ziel-fahren“ bei uns nicht so richtig funktioniert. Der Konzentration wegen versuchten wir deshalb weiter Pace zu machen, um hier und da noch einige gute Zeiten in den Thüringer Asphalt zu brennen. Natürlich spielte der Spaßfaktor auch eine große Rolle. Die Reaktion der Zuschauer (Wahnsinn, was da wieder los war!) zeigte uns, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten. Die gestoppten Zeiten sprachen für sich und so konnten wir am Ende unseren ersten Klassensieg in Eisenach feiern. Ganz nebenbei bemerkt,haben wir uns „hochgedient“. Jedes Jahr, das wir in Eisenach teilnahmen, beendeten wir die Rallye einen Platz besser als im Vorjahr. Waren wir 2001 noch Vierte, folgte 2002 der Dritte, 2003 der knappe Zweite und nun 2004 der erste Rang in der Klasse bis 1300 ccm. Im Gesamtklassement ging es gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um einen Platz nach oben und wir konnten den 11. Rang feiern. Dabei hatten wir die Gewinner der ADAC-Junior-CUP- Wertung Aaron Burkart/Doreen Zemanik um eine Sekunde hinter uns gelassen, was für uns auch einen kleinen „Zusatzerfolg“ darstellt. Eine für uns nicht so erfreuliche Nachricht war dann bei der Siegerehrung die Vergabe des IFA-Pokals. Für uns einer der Gründe an der Rallye teilzunehmen, wurde er an ein anderes IFA-Team vergeben. Die Trabipiloten hatten den Pokal mit Sicherheit auch verdient, nur sollte man dann Fairerweise einen Zweitakt-Pokal ausschreiben. Aber Schwamm drüber! Die Rallye hat uns großen Spaß gemacht, und wenn es klappt,sehen wir uns kommendes Jahr in Eisenach wieder.
 

Wartburgrallye 200401.08.2004
Kommende Woche ist es wieder soweit.Der MSC Eisenach lädt zur traditionsreichen Rallye Wartburg ein.Natürlich sind wir wieder mit von der Partie und versuchen uns bei der Heimveranstaltung von Jürgen Kayser und Jens Roth so teuer wie möglich zu verkaufen.Letzte Tests mit dem Trabi verliefen viel versprechend und wir hoffen an die guten Ergebnisse der letzten Jahre anknüpfen zu können.Immerhin waren wir im letzten Jahr nach den 75 WP-Kilometern zeitgleich mit den Eisenacher Skoda-Piloten. Dieser Umstand resultierte aus einem packenden Duell,dass bis an die letzten Meter der Rallye ausgefochten wurde.Aber auch die anderen Starter,wie Klaus Rothe,der zur Zeit seinen zweiten Rallye-Frühling durchlebt,und Mirko Tautenhahn,der ein ernst zu nehmender Gegner geworden ist,wollen wir nicht außer Acht lassen.In der Hoffnung auf einen spannenden Samstag verabschieden wir uns bis nach der Rallye. Bis dann
PS.:Info's zur Rallye unter www.rallye-wartburg.de
 

17.07.2004
Endlich die ersten Bilder des diesjährigen Trabis in Action04 !
 

Neues Gesicht, alte Stärke13.07.2004
Nach dem holprigen Weg zu unserer Heimveranstaltung, der so einige Tiefschläge mit sich brachte, sieht unsere Welt nach der 23. Vogtlandrallye wieder etwas positiver aus. David fand sehr schnell zu alten Tugenden zurück und brachte die Konkurrenz zum verzweifeln. Er setzte nicht nur alle Klassenbestzeiten, sondern katapultierte den „Grünen“ in WP 3 gleich mal an die Spitze des Feldes, indem er sich mit Rico Hanika die Gesamtbestzeit dieser Wertungsprüfung teilte. Die Strecke von Dehles nach Schwand gefiel ihm schon im letzten Jahr, als er ebenfalls hinter Hanika die Zweitbeste Gesamtzeit der Prüfung fuhr. Zum Ende der Rallye stand der Klassensieg mit 51 Sekunden Vorsprung vor Alt-Raudi Klaus Rothe auf den Sieger-Krug graviert. Eine weitere Besonderheit der Rallye war, wie schon erwähnt, unser neuer Copilot Thommi. Wie David anschließend berichtete, passte sich unser Limo-Mixer sofort super ein und lieferte eine fehlerfreie Rallye ab. Die Beiden haben wir bestimmt nicht zum letzten Mal gemeinsam im Auto gesehen, denn auch Thommi war sichtlich begeistert von der Zusammenarbeit im Cockpit. Das heißt jedoch nicht, dass Kevin aus dem Team scheidet. Die Rückenverletzung der Sachsenring ist weitestgehend wieder in Ordnung und Insider wissen, dass er zur Osterburg-Rallye schon wieder auf dem heißen Sitz von Jens Tröger die Pace Notes vorlas. Der Name „K.Zemanik“ wird voraussichtlich zur Wartburg-Rallye wieder auf dem Auto auftauchen. Sehr zur Freude des 1.1 Racing-Teams konnten kurz vor der Plauener Rallye mit dem Wellness-Palace in Syrau, der Shell-Station Lorenz auf der Pausaer Str in Plauen und dem Tuningteile-Spezialist „Carstyler“ auf der Reißiger Str. in Plauen drei neue Sponsoren gewonnen werden. Dafür werden wir uns weiterhin mit spektakulärem Rallyesport bedanken! Bis zur Wartburg müssen wir uns nun noch gedulden, bis wir unser Lieblingsspielzeug wieder aus der Garage holen dürfen. Dann gibt es hoffentlich ein Wiedersehen mit unseren Lieblingskontrahenten Kayser/Roth und ein Revival der letztjährigen spannenden Positionskämpfe.
 

Punktlandung06.07.2004
Rechtzeitig zur Heimveranstaltung sind die Reparaturarbeiten am Trabi abgeschlossen. Nach dem Überschlag in Zwickau wird es zwar nicht mehr möglich sein einen Schönheitspreis für den „Grünen“ zu bekommen, aber immerhin fährt er wieder. Nach Wochen des Nervenaufreibenden Wiederaufbaus konnten gestern nach dem Starten des Motors und einer Proberunde die letzten Zweifel an einem Start zur 23.Vogtlandrallye am 10. Juli ausgeräumt werden. Auf dieses Datum fiebert jetzt Thommi, der sich sonst als Chef- Spirituosen- Mixer in unserem Service – Team beliebt macht, besonders hin. Denn erstmals sitzt im 1.1er Trabi nicht Kevin auf dem heißen Sitz neben David, sondern Thommi, der seine Jungfern-Rallyes bei Club-Kameraden Klaus Rothe absolvierte. Kevin bringt sich derweil in die Organisation der Vogtlandrallye ein, und wird am Rallyezentrum anzutreffen sein. Natürlich wird er immer mit einem Auge auf die Zeitenliste schauen. Hoffen wir, dass alles glatt geht und vor allem, dass alles am Trabi hält.
 

Unfallbilder09.06.2004
Nach langer Zeit haben wir endlich einige Bilder von dem ins Netz gestellt,was nach der Sachsenring-Rallye von unserem Auto übrig war.Sie sind unter Fotos/Action 04 zu sehen.
 

Aller schlimmen Dinge sind Drei!08.06.2004
Die Sachsenring-Rallye scheint nicht unsere Veranstaltung zu sein.Das dritte Mal in Folge haben wir es in Zwickau nicht ins Ziel geschafft,wobei der diesjährige Ausfall mit einem materiellem Supergau gleich zu setzen ist.Aber der Reihe nach.Auf dem Zuschauer-Rundkurs „Glück-auf-Brücke“ hatte sich David in den Kopf gesetzt nicht so sehr auf die Zeit zu schauen,sondern die Zuschauer für ihr langes Warten mit einigen Einlagen zu belohnen.Die ersten drei Runden klappte dies auch nicht schlecht,bis kurz nach Beginn der Runde 4 ein Teil des Schaltgestänges nicht mehr seinem gewohnten Dienst nachging und so die Verbindung zwischen Schalthebel und Getriebe kurzerhand unterbrach.Wir gingen zuerst von einem Antriebswellenschaden aus und rollten bis zur nächsten freien Fläche um den Trabi abzustellen.Da bemerkte David die ungewöhnliche Leichtgängigkeit des Ganghebels und wies mich an,direkt am Getriebe einen Gang einzulegen.Dies funktionierte auch und wir konnten die WP mit dem dritten Gang zu Ende fahren.Während im Service fieberhaft an der Reperatur gearbeitet wurde,stellte sich ein Zeitverlust von 59 Sekunden auf den Führenden der Klasse heraus.Das war trotz der gelungenen Reperatur schon ein herber Rückschlag,den wir erstmal zu verdauen hatten.So rechneten wir uns theoretisch aus,auf jeder WP pro Kilometer eine Sekunde auf den Führenden Skoda von Mirko Tautenhahn aufholen zu müssen,um noch gewinnen zu können und gleichzeitig ein Polster von 20 Sekunden zu haben,um etwaige Fehler zu verzeihen.Dementsprechend bissig gingen wir in die erste Prüfung des Tages.Trotz einiger kleinen Patzer konnten wir schon da eine Klassenbestzeit verzeichnen und unseren Abstand auf Platz 1 um 17 Sekunden schrumpfen lassen.Das beruhigte uns ein wenig,da wir unsere Erwartungen übertroffen hatten. Die nächste WP, die zu einem Teil aus den uns verhassten Platten bestand, sollte dann dementsprechend ruhiger vonstatten gehen. Doch es kam anders: Auf eben diesem Plattenweg rutschte der Trabi in einer 5.Gang Linkskurve mit der Hinterachse von den Platten und begann zu trudeln. Der Versuch das Auto wieder in Richtung zu bekommen gelang jedoch nur teilweise und das trudeln endete in einem Quersteher.Da die Hinterachse nun komplett im angrenzenden Acker Halt suchte, kam was kommen musste: Durch den aufgeschobenen Dreck vor dem rechten Hinterrad stellte sich der Trabi auf und überschlug sich 4 Mal über die diagonale Längsachse.Auf Beifahrerseite stellte sich auch sogleich ein unangenehmer Schmerz ein, der einen kurzen Krankenhausaufgenthalt nach sich zog.David blieb weitesgehend unbeschadet und kümmerte sich um die Abwicklung der Bergung.Erste Bestandsaufnahmen ergaben, das wohl Motor und Getriebe unbeschadet sind.Ansonsten hat jede Ecke des Autos einer anderen Himmelsrichtung nachgeschaut.Die genauen Schäden werden aber erst nach einer Zerlegung zum Vorschein treten.Dies bedeutet leider auch eine Rallye-Pause für 1.1racing.Wie lange die dauert kann man wie gesagt noch nicht abschätzen, aber wir haben dieses Jahr auf jeden Fall noch einige Termine offen....! Also drückt uns die Daumen und schaut ab und an mal rein. Demnächst stellen wir einige Bilder ins Netz ,die das Auto vor den ersten Rallyes zeigen. Wenig später auch Einige wie es jetzt aussieht. Der Unterschied ist jedenfalls erkennbar.
 

Einstand nach Maß10.05.2004
Unsere erste „Probefahrt“ 2004 bei der Roland –Rallye in Nordhausen hat uns zwar noch einige kleine Fehler an unserem Trabi aufgezeigt, jedoch freuen wir uns über unseren ersten Klassensieg 2004 und einen guten 10. Gesamtrang. Mit dem festen Vorsatz nach Nordhausen gereist, dass Auto zu testen, und vor allem heil nach Hause zu bringen, konnte sich David seinen vertrauten Fahrstil auch bei dieser Rallye nicht verkneifen. Die Technik hielt was sie versprach und wir konnten bis auf ein kleines Problem am Bremslichtschalter ein positives Fazit unter unseren Einsatz ziehen.Auf jeden Fall war es eine gelungene Generalprobe für die Rallye Sachsenring bzw. Sachsen-Rallye am 21./22. Mai.Wir hoffen den Trend, den wir in Nordhausen gesetzt haben in Zwickau fort zu führen.
 

Nachtrag02.04.2004
Hier noch ein Nachtrag zur Nachricht vom 1.04.:APRIL,APRIL!
 

Schrankl goes 1.1racing01.04.2004
Nachdem es sich abzeichnet,dass Kevin Zemanik dieses Jahr nicht die komplette Saison mit David Langheinrich bestreiten kann,hat man sich vor dem Start nach kompetenten Ersatz umgeschaut.Nach dem man sich schon bei diversen DM-Veranstaltungen 2003 kennengelernt hat,fiel nach einigen Gesprächen die Wahl auf Sigi Schrankl.Ursprünglich im Cockpit von Herrmann Gassner beheimatet,fühlte sich er sich trotz des geringeren Platzangebotes sofort heimisch.“Wahrscheinlich wird man das Team Langheinrich/Schrankl das erste Mal am 12.6. rund um Coburg in Aktion erleben“,so David Langheinrich in froher Erwartung.“Hoffentlich bin ich Sigi nicht zu langsam!“Der symphatische Bayer freut sich mindestens genauso auf den Start im Gruppe H-Trabi.“Ouasi Back to the Roots!Wir haben doch auch in solchen kleinen Kisterln angefangen.“Den Rest erfahrt ihr dann auf den WP’s!Bis bald.
 

Licht am Ende des Tunnels27.03.2004
Während Viele schon die ersten Blessuren an ihren Autos beheben, zählen wir noch die Tage bis zur Auferstehung unseres Trabis. Zumindest die größeren Karrosseriearbeiten sind beendet und es geht nun ans lackieren. Während das Auto in den Händen von Jens Flach von JF-Autotuning wieder seine gewohnte Optik erhält, macht sich David an die Revidierung des Motors. Hierbei wird allerdings nur ein Wechsel von Verschleißteilen erfolgen,und nicht, wie schon spekuliert wird, ein Leistungszuwachs erzielt. Die Neuerungen am „Grünen“ beschränkten sich auf die Verbesserung der Fahreigenschaften, denn in punkto Handling hatten wir gegenüber der Konkurrenz noch klare Defizite. Den Termin für ein Roll-Out möchten wir derzeit noch nicht festlegen, denn neben dem Aufbau des Autos müssen wir uns noch um eine neue Garage bemühen.Hoffen wir, dass wir das alles unter einen Hut bekommen,und die Zeit ohne kleine grüne Trabants auf den Rallyepisten bald ein Ende hat.
 

15.02.2004
Es wird wieder Zeit für eine kurze Zwischenmeldung aus dem Trabi-Lazarett. David kämpft sich wacker durch die ewig lange Reperaturliste am Auto und nimmt nebenher noch die eine oder andere Verbesserung vor. Die bestellten Neuteile trudeln auch so nach und nach ein und wollen verbaut werden. So langsam werfen wir immer öfter einen Blick auf den Kalender, denn bis das Auto fertig ist vergehen noch einige Wochen und die erste geplante Rallye rückt stetig näher. Im groben sind noch viele Detaillösungen am Trabi notwendig, die sich teilweise als recht knifflige Aufgaben entpuppen. Die Umsetzung dauert dann eben etwas länger. Die Karosse ist soweit wieder hergestellt und etwas leichter geworden. Wenn die restlichen Reperaturen an der Karosse vollendet sind und alle Neuteile ihren richtigen Platz gefunden und ihre Funktionalität bewiesen haben, geht der Grüne zum lackieren. Unsere angestrebten Termine in dieser Saison sind: 21./22.05. Rallye Sachsenring, 12.06. Rallye „Rund um die Veste“, 10.07. Vogtlandrallye, 7.08. Rallye Wartburg, 3./4.09. Castrol-Rallye, 2.10. Rallye Erzgebirge. Wenn wir es mit der Fertigstellung des Trabis schaffen, versuchen wir vor der Sachsenring noch eine Rallye 200 zu Testzwecken zu fahren. Je nach Finanzlage können während der Saison noch die eine oder andere Rallye hinzukommen oder wegfallen. Aber die aufgeführten Veranstaltungen gelten als fix.
 


 
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